Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
load images
Liebe Fahrradfreunde,

eine Stadt schafft die Radwegebenutzungspflicht ab. Einigkeit darüber herrschte bei den Kommunalpolitikern. Beides stellt wohl ein Novum dar. Immerhin ist die allgemeine Radwegebenutzungspflicht bereits seit 1997 aufgehoben. Ein Gerichtsurteil der höchsten deutschen Rechtssprechung hat diese Aufhebung 2010 noch einmal bestätigt. Die Stadt Köln, in der dies umgesetzt werden soll, ist somit deutschlandweit Vorreiter. Das heißt aber ganz und gar nicht, dass Radfahrer auf die Fahrbahn gezwungen werden sollen. Objektiv verspricht das Radfahren in der Sichtachse des rollenden Verkehrs mehr Sicherheit. Davon sind jedoch nur routinierte und angstfreie Radfahrer überzeugt. Sie nehmen sich den ihnen zustehenden Raum im Verkehr. Überall mit dem Rad und einem sicheren Gefühl im Verkehr unterwegs zu sein, dazu bedarf es einer anderen Fahrradinfrastruktur. Kopenhagen macht es vor.




Auf dem vergangenen Radler-Stammtisch wurde die Rücksichtskampagne "Fair im Stadtverkehr" mit einer Verlosung abgeschlossen. Thomas Freitag von der Medienpräventon des LKA zog 5 Gewinner aus den abgegebenen Aktionspostkarten. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner von Fahrradpacktaschen und VIP Fahrradcodierungen vor Ort beim Gewinner. Mit dem LKA Mitarbeiter, der zu Gast war, wurde bereits ein neues Projekt anvisiert und in einem offenen Gedankenaustausch erste Ideen gesammelt.

Regeln vermitteln bzw aufzufrischen, dazu kann ein Handzettel dienen, der hier heruntergeladen und ausgeschnitten werden kann. Man kann ihn dann im handlichen Format in der Jackentasche dabei haben und wenn es zu Diskussionen kommt, freundlich als Lesestoff überreichen:
10 Fakten für ein entspanntes Miteinander von Fahrrad und Auto im Straßenverkehr.


Risiken bei der Benutzung von Radwegen in falscher Richtung untersuchte die Bundesanstalt für Straßenwesen:
"Ergebnis der Beobachtungen: Zahlreiche einbiegende Kraftfahrzeuge fahren nicht mit der nötigen Sorgfalt bezüglich Bremsverhalten und Blickkontakt auf Einmündungen und Grundstückszufahrten zu. Ungünstige Sichtverhältnisse verstärken das Problem. Auch den Radfahrenden selbst fehlt das Bewusstsein für die Risiken in Einmündungsbereichen.
Die Analyse zeigt, dass viele Radfahrer den Zweirichtungsradweg in linker Richtung nutzen, jedoch auch viele bei Einrichtungsradwegen unerlaubt links fahren. Die durchschnittliche Unfallrate des regelwidrig linksfahrenden Radverkehrs auf Einrichtungsradwegen ist etwa doppelt so hoch wie für den linken Radverkehr bei Zweirichtungsanlagen.
Die Untersuchung der BASt kommt zu dem Schluss, dass innerörtliche Radwege in Gegenrichtung nur in Ausnahmefällen freigegeben werden sollten. Ausreichende Sichtbeziehungen müssen grundsätzlich eingehalten werden. Mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen wie Piktogrammen beziehungsweise Sinnbildern mit Richtungspfeilen für den Radverkehr, Roteinfärbung der Radverkehrsfurt und insbesondere baulichen Maßnahmen - zum Beispiel Radwegüberfahrten mit fahrdynamisch wirksamen Rampensteinen - lässt sich ein spürbarer Sicherheitsgewinn erzielen."
Quelle und ausführlichere Informationen: NRVP

Mit fahrradfreundlichen Grüßen
Volker Schulz
ADFC Regionalgruppe Schwerin


Der Newsletter wird an Empfänger versendet, die sich aktiv in die Empfängerliste eingetragen haben oder deren Adressen bei Aktionen erfasst und das Einverständnis zum Empfang erklärt wurde. ADFC Mitglieder erhalten den Newsletter als  Mitgliederinformation. Das Einverständnis kann jederzeit durch Abmelden über den Abmeldebutton widerrufen werden.
Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

ADFC Schwerin
c/o Volker Schulz
Pingelshäger Str. 5
19057 Schwerin