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Liebe Fahrradfreunde,

es gab es wohl kaum eine Zeit, in der so intensiv und so lange öffentlich über den Radverkehr in der Landeshauptstadt diskutiert wurde, wie gegenwärtig.
In der Mehrzahl werden Befindlichkeiten und Verärgerung geäußert. Lösungsvorschläge bleiben, so die Wahrnehmung, in der Minderheit.
Um so erfrischender, wenn es Zuhörerinnen der Podiumsdiskussion gibt, die im Nachhinein Ideen einbringen, diese an den ADFC herantragen und sogleich damit beginnen, diese Ideen umzusetzen. 
Dieses Engagement nützt. Vorwürfe verärgern.
Gilt es doch, Nachhaltigkeit im rücksichtsvollen Miteinander der Verkehrsarten zu entwickeln.
Nutzen wir die Stammtische und das Fahrradforum als Ideenschmiede. Brainstorming, egal was Verrücktes dabei herauskommt, ist eine Variante Vorschläge zu sammeln.
Trainer schulen so: Machen wir aus dem "Es funktioniert nicht, weil... " ein  "Es funktioniert, wenn...".
Nutzen wir die Chancen, die sich aus der öffentlichen Debatte ergeben.
Auf Facebook wollen wir eine Diskussion starten, die wir mit dem Satz "Meine Stadt wird Fahrradstadt, wenn..." beginnen. Das kann spannend werden.

Ab Dienstag sind unsere Fairness-Promoter in der Stadt aktiv. Sie werden rücksichtsvolles Verhalten beobachten und an Ort und Stelle ein symbolisches Dankeschön vergeben. Mit einem Foto möchten wir dann gern das Bekenntnis zur Fairness dokumentieren. Es ist für den ADFC eine Premiere ohne Generalprobe. Danke auf diesem Weg an alle Unterstützer.

Auch die Hauspost hatte ja das Radfahren zum Titelthema. Warum zahlen Radfahrer eigentlich keine "Fahrrad-Steuer?", so die rhetorische Frage des Redakteurs in seinem Kommentar.
Unbestritten ist: Radfahren verursacht weder Abgase noch Lärm. Radfahrer werden seltener krank, haben weniger Arbeitsausfall und verursachen damit weniger Belastung für die Volkswirtschaft. Das Fahrrad nimmt wesentlich weniger Verkehrsfläche ein. Auf den Parkplatz eines Mittelklassewagens passen bis zu 10 Fahrräder. Schauen wir, wieviel Personen im Auto sitzen, sind es selten mehr als ein bis zwei.
In Radinfrastruktur zu investieren, ist deutlich billiger als Investitionen für den motorisierten Verkehr. Und noch ein Argument: Auf einer innerstädtischen Strecke von bis zu 7 Kilometern ist das Fahrrad und das Pedelec allen anderen motorisierten Verkehrsmitteln überlegen, so der wissenschaftliche "Schweriner Versuch". Das heißt, für diese Strecke kann sehr wohl das Fahrrad auf den Wegen zur Arbeit genutzt werden.
Der erste Stellvertreter der Oberbürgermeisterin appellierte auf dem  letzten Klimaforum vergangene Woche an diejenigen, die noch die motorisierte Variante bei der Nutzung der innerstädtischen Verkehrswege nutzen, auf das Fahrrad oder den Nahverkehr umzusteigen. Erfreulich.

Rechnen wir nun auch die Kilometerpauschalen, die für Arbeitswege erstattet werden, bekommt der Autofahrer 30 Cent, der Radfahrer aber nur 5 Cent je Kilometer erstattet.
Nehmen wir nur das letzte Argument, wird der Radfahrer für seine Verkehrsmittelwahl eigentlich bestraft.
Das ist nicht nur aus Sicht des ADFC eine Ungerechtigkeit. Andere Länder honorieren bereits den Umstieg auf das Fahrrad finanziell.



Ab kommenden Samstag startet der ADFC seine Tour mit Gästen in die polnische Partnerstadt Pila.
Allen Teilnehmern an dieser Stelle unfall- und pannenfrei Fahrt und den Sponsoren Dank.

Wie jeden ersten Dienstag im Monat, laden wir Fahrradinteressierte in der Folgewoche ab 19:30 Uhr zum Klönen und zum Austausch zum Radlerstammtisch in das Café Ulrike ein. Vielleicht können wir ja dort schon die ersten Karten zur Verlosung aus der Aktion "Fair im Stadtverkehr" entgegennehmen. Die Verlosung erfolgt im Frühherbst.

Und noch ein Termin: Im Rahmen des Weststadtfestes codiert die Polizei am 11.07. von 14:00 bis 18:00 Uhr in der Bertolt-Brecht-Straße, vor dem Edeka-Markt, Fahrräder.

Mit fahrradfreundlichen Grüßen
Volker Schulz
ADFC Regionalgruppe Schwerin


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