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Liebe Fahrradfreunde,

der Fahrradklima-Test 2014 ist Vergangenheit. Nicht wenige Radfahrer haben  die Ergebnisse skeptisch zur Kenntnis genommen und waren irritiert.
Wo kamen sie her, die Klima-Tester, wurde z.B. hinterfragt?
Hauptsächlich haben sich die Befragten auf Bitte per Mail vom ADFC beteiligt. In Gemeinschaftsaktion mit dem Stadtradelkoordinator wurden auch die Teilnehmer am Stadtradeln per Mail um ihre Meinung gebeten. Der ADFC hat einige Papierfragebögen am Stand des Beleuchtungschecks in der Mecklenburgstraße ausfüllen lassen und gesammelt an das Projektteam in Berlin geschickt. 225 Radfahrer haben abgestimmt, der größte Teil online. Schwerin war das zweite Mal in der Bewertung.
Der Gewinn als Aufholer ist dem Aufstieg von Platz 58 auf Platz 27 in der Städtekategorie nach Einwohnerzahl zu verdanken. In allen Einzelwertungen gab es wenige Zehntel Verbesserungen im Notendurchschnitt. Damit kam Schwerin in der Gesamtbewertung von der Note 4,0 in 2012 auf aktuell 3,6. In welchen Kategorien es weiter starken Verbesserungsbedarf gibt ist den Einzelergebnissen zu entnehmen.
Wichtig ist, dass dieses Ergebnis Ansporn sein muss, sich weiter für den Radverkehr zu engagieren. Initiativen, die von städtischen Fraktionen in die nächste Stadtvertretersitzung eingebracht werden, lassen Optimismus aufkommen.
Nach dem Fahrradklima-Test ist vor dem Fahrradklima-Test!

Wer hätte es gedacht: "Untersuchung in drei Städten: Relativer Zuschuss für Autoverkehr um Vielfaches höher als für Radverkehr." So heißt es auf der Seite des NRVP in einer Untersuchung weiter:
Die Wissenschaftler wandten ihre Methode anschließend für die Haushaltsjahre 2009 bis 2011 in drei Beispielsstädten an, nämlich in Kassel, Bremen und Kiel. "Die Ergebnisse in den drei Städten zeigen, dass der Radverkehr grundsätzlich den geringsten städtischen Zuschuss erhält", so Sommer. In allen drei Städten lag der relative Zuschuss erheblich unterhalb des Radverkehrsanteils am gesamten Verkehrsaufkommen. Anders gesagt: Der Radverkehr ist besonders günstig. Umgekehrt ist es beim Auto: Der Kfz-Verkehr erhielt die höchsten Zuschüsse. In den drei untersuchten Städten ist der relative Zuschuss mindestens zehnmal höher als der des Radverkehrs.  Nachlesen kann man hier.


Vergangenen Freitag war der ADFC eingeladen zu einer Veranstaltung nach Zarrentin zum Thema ländliche Mobilität im Rahmen der "Schule der Landentwicklung Mecklenburg-Vorpommern". Eine Bürgerinitiative mit dem Namen "Mobilität Schaalseeregion" befasste sich mit der desolaten Lage der Vernachlässigung durch den ÖPNV im ländlichen Raum. Vier Referenten haben unterschiedliche Ansätze zum Thema aufgezeigt. Der ÖPNV sei in den Zeiten der 60er Jahre stehengeblieben. Beispielhaft stellte eine Gemeinde ihren Bürgeraktivbus mit all seinen Schwierigkeiten im Praxisbetrieb vor. Auch das Mitfahrsystem FLINC wurde vorgestellt. 
Multimodale Vernetzungen in den Wegeketten seien die Zukunft.
Wie kann man das letzte Wegstück oder das Erste bis zu einer Haltestelle im meist einstelligen Kilometerbereich am effektivsten erreichen? Das auf einer solchen Wegstrecke das Fahrrad prädestiniert ist, stellte der ADFC heraus. Dafür gilt es entsprechende Infrastruktur bereitzustellen.
Fazit der Veranstaltung: Es gibt viele festgefahrene Strukturen. Es gilt  Umzudenken und Neues auszuprobieren. Wenn Neues ausprobiert wird, brauche man aber gerade in MV eine gehörige Portion Durchhaltevermögen bis zur Akzeptanz. Leider stehe immer noch an erster Stelle die Finanzierbarkeit. Das wiederum hemme den Fortschritt.

Eine Bitte an alle Mitleser: Wir sammeln derzeit Informationen  zu unmittelbarem Handlungsbedarf, z.B. aus Sicherheitsbedenken, im Zustand der Radwege. Wir bitten um Hinweise bis zum 4.März an roberto.koschmidder@adfc-schwerin.de. 

Schwerin bleibt auch am Ball mit der Teilnahme am STADTRADELN 2015. Am 3. Mai geht es landesweit los. Die bundesweite Auftaktveranstaltung findet in Rostock statt. Dann wird wieder drei Wochen für den Klimaschutz in die Pedale getreten. Da gilt es die Fahrradketten zu schmieren und das Ergebnis des Jahres 2014 zu übertrumpfen. 1000 Teilnehmer heisst das Ziel für Schwerin. Wer diese Aktion unterstützen möchte mit Preisen für die besten Einzelradler und auch für Teams ist herzlich Willkommen und melde sich bitte per Mail an den ADFC.

Und im Anschluss kann es dann gleich weitergehen mit der Teilnahme an der Gemeinschaftsaktion der AOK und des ADFC "Mit dem Rad zur Arbeit". Hierzu werden wir Feierabendtouren anbieten.

Mit fahrradfreundlichen Grüßen
Volker Schulz
ADFC Regionalgruppe Schwerin


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